Seebrücke Fehmarn und Aussichtsturm am Yachthafen – 2018

Die Arbeit entstand als Beitrag des Realisierungs- und Ideenwettbewerbs Objekte „Am Yachthafen“ und Seebrücke am Südstrand in der Burgtiefe auf Fehmarn.

Das Leitmotiv für die Entwürfe des Aussichtsturms, der Gebäude und Objekte und auch der Seebrücke ist die unmittelbare Umgebung: das Meer. Dabei sind zum einen die Muster der Naturgewalt selbst, wie die fraktalen Brechungen der Gischt, inspirierend. Zum anderen erzeugt der Mensch durch seinen Umgang mit dem Meer, wie etwa durch die Schifffahrt und küstennahe Bauten ikonenhafte Motive wie hohe Masten, Takelage und Segel.

Die Arbeit wurde für die Seebrücke im Ideenteil mit dem 2.Preis und im Realisierungsteil für den Aussichtsturm mit dem 3.Preis ausgezeichnet..

XS Ideenwettbewerb Neue Ferienhäuser am Thüringer Meer – 2018

Leitidee

Die Leitidee dieser Arbeit ist der Wald, der die Landschaft um die Bleilochtalsperre prägt. Wald, Wasser und Holz sind die bestimmenden Elemente dieses Entwurfs, von der städtebaulichen Figur über die Nutzungsangebote an die Feriengäste bis zur Detaillierung der XS Häuser. Der Wald liefert Holz als Baumaterial und Energielieferant; der Wald trägt zur Erholung und zum Wohlbefinden der Menschen bei („Waldbaden“); der Wald ist als natürliches Ökosystem Schutz- und Rückzugort für die Natur.

Städtebau

Eine Analogie zum Verhältnis Wald – Baum – Zweig – Frucht bildet die Grundidee der städtebaulichen Figur. Den Stamm des „Baumes“ bildet eine Steganlage, die den Zugang zum Wasser ermöglicht und an der Sichtachse zum Werftgelände und nach Saalburg ausgerichtet ist. Diese „Waldbrücke“ fungiert gleichzeitig als Baumkronenpfad und als Badestelle samt Sprungturm.

Ausgehend von diesem „Stamm“ entwickeln sich Äste und Zweige, an deren Enden wie Früchte die XS Häuser platziert sind. Dabei bilden immer zwei Häuser einen Mini-Cluster, die zwischen sich bedarfsweise eine gemeinsame geschützte Terrasse entstehen lassen. Die im Gelände vorhandenen Höhenunterschiede von insgesamt 7,50 m werden für die Terrassierung genutzt, die Sichtachsen, Blickbeziehungen und das „Verstecken“ untergeordneter Nutzungen wie der PKW-Stellplätze ermöglicht.

Das XS Ferienhaus

Mit der Begrenzung der Grundfläche auf 25 m² sollen die Vorgaben des Bebauungsplans eingehalten werden. So wird eine realistische und kosteneffektive Realisierung möglich. Gleichzeitig sollen nicht nur standardmäßig vier Personen Platz finden, sondern das Ferienhaus soll auch für eine Gruppe von sechs Personen funktionieren oder – wahlweise – Platz für Komfortergänzungen bieten. Deswegen wird der Grundkörper von 6 x 4 x 3 m an einer Gebäudeecke in die Höhe gezogen, damit mit einer zusätzlichen Galerieebene zwei Schlafplätze mehr geschaffen werden können. So ergibt sich die in der Ansicht polygonale Form des XS Hauses. Der lange, durchgesteckte multifunktionale Wohnraum ist zu beiden Stirnseiten voll verglast, so dass der Nutzer gleichzeitig geschützt und doch mitten im Wald ist.

Wasserturm Kleinaitingen- 2017

Im Rahmen des Ideenwettbewerbs „D´r Wassertura z´Kloioitinga“ wünschte sich die Gemeinde Kleinaitingen innovative Konzepte zur Nachnutzung des Wasserturms. In unserem Wettbewerbsbeitrag schlagen wir die touristische Vernetzung der zahlreichen Wassertürme der Umgebung vor, wobei jeder Wasserturm seine eigene Spezifikation zum Lechfeld erhält.

Der Wasserturm Kleinaitigen könnte sich in einer Ausstellung, welche im EG und OG des historischen Turms untergebracht ist, beispielhaft mit Ökologie und Naturschutz des Lechfeldes beschäftigen.

Im ehemaligen Wassertank ist eine Ferienwohnung als smart home geplant, welche online gebucht werden kann. In der Dachebene befindet sich eine Aussichtsplattform. Das touristische Angebot wird mit einer Fahrradstation (E-Bike) mit Aufladestation mit Fotovoltaik, einem Picknick- und Grillplatz und Stellplätzen für Wohnmobile ergänzt.

Die Arbeit wurde mit dem 3. Preis ausgezeichnet.

3-zügige Grundschule in Süderbrarup – 2015

Die Grundidee des Entwurfes besteht darin, den vorhandenen Höhenverlauf des Geländes auszunutzen und die Räume um Innenhöfe in der Höhe gestaffelt zu gruppieren. Es werden reizvolle Blickbezüge aus den Klassenräumen über die Innenhöfe hinweg geschaffen; alle Klassenräume besitzen einen Zugang zum Außenraum. Durch die Anordnung der internen Erschließung entlang der orthogonalen Achsen und die einhüftige Anbindung der Räume erhalten die Flure eine sehr hohe Aufenthaltsqualität mit Ausblicken und Ausgängen ins Freie.Neben dem zugrunde liegenden orthogonalen Raster ist ein weiteres Ordnungsprinzip des Grundrisses der tageszeitabhängige Verlauf des Sonnenlichtes. Während die am Vormittag genutzten Klassenräume eher im Osten angeordnet sind, sind diejenigen Räume, in denen aufgrund Ihrer Nutzung am Nachmittag (Betreuung, Mensa, usw.) Sonnenlicht reizvoll wäre, im Südwesten angeordnet. Die der Verwaltung und damit den Erwachsenen dienenden Räume sind an der Südseite gegenüber den Ankunftswegen der Schüler angeordnet.

Erweiterung Kreismuseum Syke – 2016

Über 400 km verläuft die NEL-Pipeline mal gerade, mal gekurvt von der Ostsee ins Landesinnere. Durch sie strömt die Energie. Dieses Motiv bildet den Grundgedanken des Entwurfs. Eine Rampe, mal gerade, mal gekurvt, soll das bestimmende und verbindende Element der Ausstellung sein. Auf ihr strömen die Besucher entlang der Exponate.Als Metapher und Leitgedanke wird der Goldhort in seinem Kontext gesehen. Die Gebäudehülle und die Kubatur bilden dabei den Block ab, der während der Bergung dem Erdreich entnommen wurde und in dessen Innerem sich der Goldhort befindet. Die obere Ebene des Gebäudes wird so angeordnet, dass ein barrierefreier Übergang aus dem Bestand möglich ist. Die daraus resultierende Lage in der Topografie des Geländes erweckt den Eindruck, als sei das Gebäude noch halb eingegraben und gerade im Begriff, herausgehoben zu werden.Die Kabinette und die die Ebenen verbindende und die Besucher lenkende Rampe können als eine überdimensionale, begehbare Abbildung des ausgegrabenen Schatzes gedeutet werden.

Michelangelostraße – 2014

Der Grundgedanke des vorliegenden Entwurfs besteht darin, aus den vorhandenen stadträumlichen Situationen eine neue positive Identität für das Quartier zu entwickeln, ohne den Bestand zu negieren.

Dazu werden südlich der neugeordneten Michelangelostraße, auf Seite der 11-geschossigen Scheiben, durch Sockel gefasste Wohntürme angeordnet und die 5-geschossigen Zeilen nördlich der Michelangelostraße durch U-förmige Baukörper ergänzt.

Dadurch ergibt sich ein neuer, gefasster Straßenraum, gleichzeitig entstehen neue, halböffentliche und ruhigere Freiflächen. Die Qualität der Grünflächen wird durch die schützenden Neubauten noch erhöht. Neue Erschließungen und punktuelle Ergänzungen binden Bestand und Neubauten in den umgebenden Stadtraum ein.

Der Wettbewerbsbeitrag wurde mit einem 3.Preis ausgezeichnet.

Bauhaus Weimar – 2011

Wie in einem Felsen, dessen anfangs harte und strenge Formen mit der Zeit durch die Kraft des Wassers transformiert werden in etwas Neues, in dem das Alte doch zu erkennen ist, soll im Neuen Bauhaus-Museum Weimar die Veränderung der tradierten Form durch die Zeit ablesbar und erlebbar sein. Aus einem Kubus mit quadratischem Grundriss erodieren weiche Formen, die innerhalb des Quaders einen fließenden Raum bilden, der sich als Atrium vom Boden zum Himmel öffnet und so bildlich den Blick von der Gegenwart in die Zukunft freigibt.

Dieses Element der architektonischen Gestaltung übernimmt die zentrale Ausstellungserschließung. So wird ein Ausstellungskonzept mit Rundgängen ermöglicht. Die skulpturalen Wände aus Stahlbeton sind auch die Basis des Tragwerks.

Der Wettbewerbsbeitrag erreichte unter 536 Arbeiten den 2. Rundgang der finalen Phase mit 19 Arbeiten.

Landmarke zum Ende des Bergbaus auf der Halde Duhamel – 2011

Die Arbeit erzielte den 4.Rang bei dem Ideenwettbewerb für eine Landmarke zum Ende des Bergbaus auf der Halde Duhamel. Aus der Beurteilung des Preisgerichts:

Das zurückhaltende aber wahrnehmbare Lichtkonzept korrespondiert mit der diskreten Gesamtanmutung. Die Grundidee hat im Verhältnis zur architektonischen Ausformung eine hohe Nachvollziehbarkeit und konzeptionelle Klarheit.

Die Materialität aus mit Kohlenstoffpigmenten eingefärbtem Sichtbeton schafft einen feinen Bezug zum Thema und beweist ein gutes Materialgefühl. Der Architekturkörper wird hochwertig formuliert, folgt einer Erinnerungskultursprache, ist aber trotz seiner monolithischen Erscheinung nicht pathetisch.

Die Entwurfsidee ist schlüssig hergeleitet und umgesetzt. Die Metapher der Stollenschichtung ist in einer substanziellen architektonischen Sprache festgehalten, wobei die Durchbrechung der Außenhaut dem Monolith eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Die Eingangssituation auf dem Haldenplateau ist überzeugend gelöst.

Realisierungswettbewerb Erweiterung Hochschule für Technik Stuttgart – 2009

Wesentliches Gestaltungsmerkmal zur Breitscheidstraße ist ein Laubengang als Haupterschließung des Gesamtgebäudes, der auf EG-Niveau den Zugang zum neuen Erweiterungsgebäude bildet. Die strukturelle Idee des neuen Erweiterungsgebäudes ist der zusammen mit dem Bestandsgebäude gebildete Hof, der nach Süden offen ist. Dieser Hof ist in der Höhe der Traufkante von einer berankten Pergola überdacht, die im Sommer für eine natürliche und effektive Verschattung sorgt, ansonsten aber durchlässig ist.

Zum Straßenraum hin zeigt sich das Gebäude mit vertikal gegliederten Lochfassaden und geschlossenen Flächen, zum Hof öffnet sich das Gebäude mit großzügigeren Öffnungen bis hin zur Glasfassade, die einen fließenden Übergang zwischen Präsentations-, Aufenthalts- und Werkstattflächen im Inneren und dem Hof ermöglicht.

Der Grundgedanke zur Nachhaltigkeit dieses Entwurfs ist die Aktivierung der Dachfächen als eine zusätzliche und aktive Fassade. Hier kommt einer den Hof in Traufkantenhöhe überspannenden Pergola eine sehr wesentliche Bedeutung zu. Diese Höhenpergola ist vollflächig mit Wein berankt und sorgt auf vielfältige Weise für ein nachhaltiges Bauen.

Rathaus Bad Aibling – 2007

Die Kubatur des bestehenden Rathauses bleibt weitestgehend erhalten. Angesichts der stadträumlichen Situation des Marienplatzes erscheinen Erweiterungsbauten nicht sinnvoll.

Um das Rathaus besser in die Umgebung einzubinden, wird die bisherige, ungeordnet wirkende Fassadenstruktur vereinheitlicht und gleichzeitig heutigen bauphysikalischen Anforderungen angepasst. Eine hinterlüftete Lochfassade, die die Elemente der außenliegenden Tragstruktur einbindet und nicht mehr sichtbar sein lässt, ist hier die beste Option.

Bei der Neuordnung der Grundrisse und der Gestaltung der Fassaden liegt ein Konzept zugrunde, das zwischen den öffentlichen Funktionen und den eigentlichen Verwaltungsfunktionen unterscheidet. So bilden sich sowohl im Inneren als auch nach Außen ein Funktionskubus und ein Verwaltungskubus ab..

Regensburger Kultur- und Kongresszentrum – 2006

Das RKK gliedert sich in vier einzelne überirdische Baukörper, die den historischen Stadtgrundriss widerspiegeln, und einen verbindenden unterirdischen Baukörper. Zwei Achsen entlang der Donau, die neue Promenade und die Erschließungsebene im Untergeschoss bilden das Rückgrat der öffentlichen und fußläufigen Erschließung. Den großen Saal mit Bühne umschließt eine transparente Hülle, welche die Foyer- und Erschließungsbereiche enthält.

Video: Kamerafahrt Kultur- und Kongresszentrum

Westlich davon befindet sich der Tagungssaal (Forum Reginae) mit Seminargruppe, kleinem Tagungssaal, Relaisküche und Foyer mit VIP-Bereich. Hieran schließt dann der Gastronomie- und Hotelbereich an mit Restaurant, Bar, Cafe und 140 Zimmern.

Ideenwettbewerb MuseumsQuartier Wien – 2006

FAQ

Q: Was bedeutet spagenbots? A: Space Generating Robots sind raumerzeugende Roboter.

Q: Was ist die Idee dahinter? A: Spagenbots setzen vielfältigen Input in der realen Welt in virtuelle Räume um. Im Museumsquartier Wien interagieren die Besucher mit den Spagenbots, die sich selbstständig durch die Außenräume des MQ bewegen. Einzelne Besucher aus der ganzen Welt können via Internet gleichfalls die Spagenbots beeinflussen. Andere Museen sind direkt mit den Spagenbots verbunden. Verwandeln sich die Spagenbots, so sind sie entweder Projektoren oder Reflektoren. So erzeugen sie virtuelle Räume aus Licht.

Q: Sind die Spagenbots Maschinen? Sind sie lebendige Organismen? A: Spagenbots sind eine Metapher. Sie stehen für eine Technologie, die es ermöglicht mobil zu interagieren und stationär zu generieren.

Giant’s Causeway Visitor Centre- 2005

Zwei Hauptrichtungen bestimmen den Charakter der Landschaft am Giant’s Causeway: Während die Küstenlinie sich dynamisch zum Visitors Centre emporschwingt, so formt das sanft ansteigende Gelände eine lineare Bewegung zum Wettbewerbsgebiet von der Landseite her.

Eine Synthese dieser beiden Bewegungen der Landschaft ist der Grundgedanke des Entwurfes für ein neues Besucherzentrum am Giant’s Causeway und bestimmt die Winkelform des Gebäudes. Es erinnert nicht nur an den in die Ferne weisenden Arm eines Riesen, sondern auch an die dortige geologische Eigenart erkalteter Lavasäulen, die durch die Pigmentierung des Beton noch unterstrichen wird.

UPGRADE H0 223 – 2002

Die Arbeit gewann den 1. Preis beim ACS-Wettbewerb 2002. Aufgabe war es, ein Siedlungshaus – „Typ HO 223“ der Firma Faller – umzugestalten, umzuplanen und das Ergebnis anhand eines Videos darzustellen.

Das Video zeigt die Reanimierung einer in Agonie gefallenen Siedlung dieses Haustypus. Plötzlich beginnt die Metamorphose eines Hauses. Dächer klappen auf, Wände verschieben sich, nutzlos geglaubte Bausatzteile werden recyclelt. Es entsteht ein neues Haus aus den Bauteilen des Typs H0 223. Die Siedlung ist als ein kommunikatives Netz wiederauferstanden.